Spirituelle Erfahrungen, Langeweile und das Ego

Der folgende Beitrag ist etwas persönlicher gehalten. Er ist geschrieben für Menschen, die sich auf einem spirituellen Weg befinden und denen gewiss manche der Schilderungen aus eigener Erfahrung bekannt vorkommen. Nachdem ich auf diesem Blog schon viel über politische und gesellschaftliche Entwicklungen geschrieben habe, scheint es mir an der Zeit, das Bild etwas abzurunden. Ich möchte daher in nächster Zeit stärker als bisher auf geistige Aspekte eingehen.

Der kleine Ort in den Bergen besteht aus nicht sehr viel mehr als einem Schulhaus, einer verwaisten Feuerwehrstation und einer Kirche, die in dieser Umgebung zwar überdimensioniert wirkt, aber trotz ihrer gewaltigen steinernen Masse eine gewisse Schlichtheit ausstrahlt. Eine pralle Sonne lässt die Wiesen in kräftigem Grün erstrahlen. Das beständige Summen der Insekten, der leise Klang von Kuhglocken in der Ferne und eine mit dem Duft von Kräutern getränkte Schwere, die in der Luft hängt, komplettieren das Bild der ländlichen Idylle.

Oben auf einem Hügel, den wir erklommen haben, beginnt ein Stück Waldrand mit mächtigen, dunkelgrünen Tannen, die hoch in den blauen Sommerhimmel ragen. Dazwischen massive, von Moosen und Pflanzen überwucherte Steinbrocken, zahlreiche Sträucher unterschiedlicher Art und allerlei kleinere Vegetation. Der Platz vermittelt den Eindruck eines tiefen Friedens, einer Harmonie aller Formen von Leben, die sich hier niedergelassen haben oder ihn auf ihrem Weg passieren. Wir nutzen diese angenehme Umgebung für eine kurze Rast.

Wie eine Tür, die sich langsam öffnet, breitet sich eine besondere Qualität der Wirklichkeit aus. Plötzlich, unerwartet, ist die Stille da. Nicht Stille im Sinne des Verstummens von Geräuschen, sondern eine Präsenz, eine so offensichtliche und unzweifelhafte Anwesenheit wie sie erfahrene Meditierende manchmal erleben und bezeugen können. Die Geräusche der Natur verstummen nicht, sie werden von der Stille wie in Watte eingepackt und auch der Mensch, der dies wahrnimmt, wird in seinem Denken und Fühlen von dieser Stille umhüllt und durchdrungen. Es ist, als habe die Realität eine Dimension hinzugewonnen, die zuvor nicht vorhanden war oder nicht wahrgenommen wurde. Eine Ganzheit ist ins Dasein getreten, die alles durchdringt und keinen Platz für das Denken und Hinterfragen lässt. Diese Ganzheit erlaubt kein Empfinden von Unterschieden zwischen dem Ton der Kuhglocken, den Steinen, dem Himmel, den Tieren und Pflanzen. Es ist alles zu Einem geworden und gleich wertig. Keine Grenze, keine Zeit, keine Geschichte, kein Innen, kein Außen.

Ich hatte damals nicht die geringste Ahnung, was geschah, mir fehlte zu der Zeit noch jede tiefere Erfahrung mit Meditation. Alles was ich wusste war, dass es sich unglaublich gut anfühlte. Es waren Erlebnisse wie diese, die mir Augen und Herz für eine umfassendere Sicht des Lebens geöffnet haben. Der obige Text stammt aus einem Tagebucheintrag vom 23. Mai 1987. Der kleine Ort liegt in der Nähe des Schluchsees im Schwarzwald. Damals sah ich diese Stille, von der ich schrieb, als eine besondere Qualität, die plötzlich in die Realität eintritt und auch wieder aus dieser entschwindet. Erst sehr viel später verstand ich, dass es sich genau umgekehrt verhält, dass nämlich diese Stille oder Präsenz nicht in irgend etwas eintritt, sondern dass sie die Grundlage aller Existenz darstellt, dass sie selbst die Realität ist, in der alle Dinge und Formen dieser Welt erscheinen. Die Stille ist immer da, überall und grenzenlos. Sie gebiert alle Formen und der Tod ist für sie nur ein Übergang zu Neuem. Alles was scheinbar vergeht, weil es seine Form verliert, wird in ihr wieder zu reiner Präsenz und zum Baumaterial für neue Formen.

Man kann ihr andere Bezeichnungen geben. Damals, an jenem Ort und zu jener Zeit, schien mir aber das Wort Stille am besten zu passen.

Diese Erfahrung von Ganzheit war für mich keine alltägliche Wahrnehmung, aber sie erschien oft genug in meinem Leben, um meinen Blick mehr und mehr auf die „Tür“ zu lenken, von der ich geschrieben hatte, die sich langsam öffnet und leider auch wieder schließt. Diese „Tür“ ist natürlich der gegenwärtige Moment. Wenn ich damals im „Hier und Jetzt“ blieb, ohne Gedanken oder Emotionen nachzuhängen, kam es mir so vor, als wäre die Stille nur durch einen dünnen Schleier von mir getrennt. Dennoch frustrierte es mich, dass ich diesen Schleier nie willentlich öffnen konnte. Viel später in meinem Leben verstand ich den Grund dafür. Dass man nämlich dieses Empfinden der Ganzheit nicht „machen“ kann. Jeder Meditierende weiß, dass man als Person ganz einfach aus dem Weg gehen muss. Mit seinem Ego, mit seinen Gedanken, mit den eigenen Geschichten, mit den eigenen Emotionen. Aber ebenso weiß jeder Meditierende, dass dieses „aus dem Weg gehen“ alles andere als leicht fällt. Damals jedenfalls kam für mich diese besondere Qualität immer unerwartet und ohne Einladung, manchmal in den alltäglichsten Situationen und sie trug nach meinem Empfinden meist auch eine ruhige, unaufgeregte Qualität der Liebe in sich. Diese beiden Aspekte, die Gegenwärtigkeit und die Liebe, finden sich in einem Eintrag wenige Monate nach dem Erlebnis im Schwarzwald wieder:

 „Mir scheint, dass Liebe sehr viel mit Verantwortung zu tun hat. Aber keiner Verantwortung, die aus der Vergangenheit stammt oder in die Zukunft weist, sondern Verantwortung für diesen Augenblick. In diesem Augenblick meiner Umgebung, den Menschen und mir selbst die gesamte Aufmerksamkeit zu schenken, heißt, dem Leben gegenüber verantwortlich zu sein. In diesem Augenblick zu denken, zu fühlen, zu handeln – ohne Widerstand, ohne Motiv, ohne Berechnung – ist der Anfang einer lebendigen Bewegung, für die der Begriff Liebe vielleicht schon bald ein viel zu kleines und enges Wort sein mag.“

Langeweile

Die Entdeckung der Qualität, die sich im gegenwärtigen Moment befindet, beendet auch das Gefühl der Langeweile. Nach meiner Erfahrung stellt die Langeweile eine der unangenehmsten Empfindungen dar, die man haben kann. Ich hatte gewiss meinen gerechten Teil daran zugewiesen bekommen und erinnere mich an endlose Stunden meiner Kindheit und Jugend, in denen mir kein Spielzeug interessant genug erschien, mich wirklich beschäftigt zu halten. Oder an Momente, in denen ich als Jugendlicher aus dem Fenster starrte und selbst nicht wusste, worauf ich wartete. Wahrscheinlich einfach nur darauf, dass etwas passierte, völlig egal was. Dass wir in einem recht kleinen, ländlichen Ort wohnten, machte die Sache nicht gerade einfacher. Heutzutage greifen viele Jugendliche zu legalen oder illegalen Drogen oder verbummeln ihre Zeit in sozialen Netzwerken, um das angespannte Gefühl der hilflosen Untätigkeit zu betäuben. Viele Erwachsene dagegen wählen Sex oder Fernsehen als Ausweg. Meistens reicht es nur fürs Fernsehen, obwohl sie eigentlich lieber Sex hätten. Das Internet schafft jetzt neuerdings eine Verbindung zwischen beidem, was wohl teilweise seinen Erfolg erklärt.

Ich bin rückblickend sehr dankbar dafür, dass ich schon recht früh in meinem Leben das offene Geheimnis entdeckt hatte, dass der gegenwärtige Moment eine viel spannendere Live-Übertragung des Lebens darstellt, als irgendein Regisseur sie sich ausdenken könnte. Langeweile ist Unaufmerksamkeit, sie ist wie ein zähflüssiger Nebel, der sich über alles legt und die Wahrnehmung verklebt. Langeweile ist die Starre eines Geistes, der sich in einer Endlosschleife um sich selbst herum befindet und aus diesem Kreis nicht ausbrechen kann. In der Langeweile sind wir uns selbst nicht genug. Das Unbewusste in uns ahnt in unserem Inneren eine tiefe, dunkle Leere, der wir uns scheinbar nicht stellen dürfen. Das Wenige von dieser Empfindung, das in unsere bewusste Wahrnehmung dringt, sagt uns, dass dort eine Gefahr auf uns lauert. Wir wagen es nicht einmal, an den Rand heranzugehen. Permanent versuchen wir, dieser Leere auszuweichen, durch eine Rede- und Gedankenflut, durch die Überreizung mit Sinneseindrücken, durch sogenannte Unterhaltung. Dabei liegt gerade dort, wo scheinbar ein gähnender Abgrund lauert, die Tür, von der ich gesprochen habe, dort liegt unser eigentliches Zuhause, der Ort an dem alle Fragen sich nicht mehr stellen.

Damals war mir das freilich noch nicht so klar wie heute und ich hätte manchmal eigentlich auch lieber Sex gehabt. Weil ich schon immer als Sonderling galt, machten die Mädchen jedoch um mich einen Bogen. Für mich war das damals eine Quelle des Kummers. Rückblickend betrachtet jedoch eine klare win-win-Situation, denn mir und den Mädchen blieb dadurch manches erspart und ich hatte reichlich Zeit, mich meinen geistigen Interessen zu widmen.

Ein Eintrag vom 13. April 1988: „Es hat etwas geschneit und die Landschaft wirkt, als sei sie von einem himmlischen Bäckermeister mit Puderzucker bestreut worden. Dort, wo die weiße Decke schon beinahe, aber noch nicht komplett weggetaut ist, sind die dünne Schneedecke und das darunter liegende schon kräftige Grün eine selten gesehene farbliche Verbindung eingegangen. Die weit geschwungenen Wiesen leuchten in einem unwirklichen Pastellgrün. Ein besonderes Licht taucht die Landschaft in eine winterliche Dämmerung. Die Nacht senkt sich langsam herab und man fühlt sich als Teil von allem. Aber die Wahrnehmung ist zu beschränkt, um die Bedeutsamkeit dieser Bilder ganz aufzunehmen. Man spürt die eigene Unfähigkeit, das schmerzliche Unvermögen, mit all dem in einen wahrhaft tiefen Kontakt zu kommen. Der Einzelne sperrt das Leben ein in den kleinen Bereich seiner persönlichen Machenschaften. Kann man darüber hinausgehen und die Einheit des Lebens wahrnehmen? Nicht als Gedanke, sondern sich selbst als Teil der einen großen Bewegung erkennen, die „Leben“ genannt wird? Untrennbar verbunden mit allen Teilen, die das Ganze ausmachen? Die Natur, die Tiere, die Pflanzen, die Menschen, den Himmel, jeden Stein. Wenn diese Wahrnehmung echt ist – keine sentimentale Selbsttäuschung – muss dann nicht daraus zwangsläufig eine große Demut entstehen? Eine Demut, die das Wollen und Werden und das Erstreben und die angebliche Wichtigkeit der eigenen Persönlichkeit in einem großen Lachen beendet?“

Diese Sehnsucht nach der Erfahrung von Einheit kennen viele Menschen. Alle, die einen spirituellen Weg schon ein Stück gegangen sind, empfinden zumindest eine gewisse Ahnung, dass diese Einheit die Wahrheit ist und die von uns gelebten Trennungen Illusionen sind. Es ist eine feine Balance, seine eigene Rolle im Theaterstück des Lebens zu spielen, ernst zu nehmen und mit Sinn zu füllen und gleichzeitig zu wissen, dass es sich nur um ein Spiel innerhalb der Wirklichkeit handelt. Alle Dramen des Lebens, sowohl auf unserer kleinen persönlichen, als auch auf der großen, geopolitischen Bühne, resultieren daraus, dass wir für Momente oder für längere Zeit aus dieser Balance herausfallen.

Ob strahlender Held oder finsterer Schurke: Wir sind aus derselben Substanz und aus demselben Geist erschaffen und wir alle werden in dieselbe Substanz und in denselben Geist zurückkehren. Deshalb könnten wir anderen Menschen und der gesamten Umwelt genau so gut mit Barmherzigkeit und Mitgefühl begegnen.

Futter für das Ego

An dieser Stelle möchte ich etwas Grundsätzliches zu spirituellen Erfahrungen sagen. Es gibt unterschiedliche Reaktionen auf die Beschreibung solcher Erfahrungen.

Belächelt werden spirituelle Erfahrungen im allgemeinen nur von Menschen, die selbst noch keine gemacht haben oder glauben, sie hätten keine gemacht. Eine weitere Gruppierung sind gewohnheitsmäßige Zyniker. Diese werden es aber irgendwann in den engen Kreisen, die ihre Gedanken ziehen, nicht mehr aushalten und sich für eine erweiterte Sicht der Existenz interessieren. Das sind völlig normale Abläufe, die für niemanden ein Problem darstellen.

Schwieriger wird es, wenn Menschen, die sich auf einem spirituellen Weg wähnen, solche Beschreibungen mit ihren eigenen Erfahrungen vergleichen. Der Verstand sucht immer nach dem „Mehr“ für sich selbst oder hat Angst, etwas zu verpassen und daraus entsteht der Vergleich. Aber wenn man das Gift sieht, das in diesem Suchen nach „Mehr“ enthalten ist, erscheint das Vergleichen plötzlich unattraktiv. Es fällt dann leichter, wertzuschätzen, was man hat und was in diesem Moment ist. Wenn man „Mehr“ tatsächlich braucht, wird sich das Leben schon darum kümmern oder die nötigen Impulse geben. Manchmal sanft, manchmal unsanft. Aber normalerweise ist der Wunsch nach „Mehr“ nur ein Zeichen dafür, dass man der Illusion von Getrenntsein verfallen ist. In einer Welt, in der es keine Trennung gibt, macht das Wort „Mehr“ keinen Sinn. Was einem Teil des Ganzen widerfährt, widerfährt dem Ganzen.

Obwohl alle spirituellen Erfahrungen aus derselben Quelle kommen, sind sie höchst individuell gefärbt und ihre Erscheinungsform wird von einer unüberschaubaren Vielfalt an Faktoren bestimmt. Die Erfahrung als solche dient zwar allen, die spezielle Form der jeweiligen Erfahrung ist aber nur bedeutend für denjenigen Menschen, den sie betrifft und für niemanden sonst. Alle anderen sollten sie zur Kenntnis nehmen, vielleicht als spannende Schilderung lesen, aber sich keinen tiefer gehenden Gedanken dazu hingeben.

Am Schwierigsten stellt es sich freilich für die Person dar, welche die spirituelle Erfahrung gemacht hat. Wie gerne wäre doch jeder von uns etwas Besonderes! Mit ein ganz klein wenig Ehrlichkeit könnte uns zwar rasch auffallen, dass ca. 99,99% der Gedanken, Gefühle und Empfindungen, die tagein, tagaus in unserem Bewusstsein auftauchen, andere Menschen ebenfalls haben und dass uns nichts Wesentliches von den Anderen unterscheidet, aber natürlich wollen wir das gar nicht wissen.

Einige versuchen sich durch ihre Kleidung, ihre berufliche Karriere, Statussymbole oder sogar durch die chirurgische Umgestaltung ihres Körpers zu unterscheiden.

Andere fühlen sich über solchen Schnickschnack erhaben und versuchen, sich durch charakterliche Merkmale, die Tiefe ihrer Intelligenz oder die Menge memorierten Wissens zu profilieren.

Menschen, die sich auf einem spirituellen Weg befinden, sehen aber häufig sogar auf Letzteres mitleidig herab. Die Welt ist nicht genug. Sie spielen um das ganze Universum. Sie wünschen sich die Bestätigung Ihrer Besonderheit vom Höchsten Chef persönlich.

Das Außergewöhnliche an spirituellen Erfahrungen ist, dass sich ein deutlicher Hinweis auf die absolute Wahrheit in unserem Leben Raum nimmt, der ganz rein ist und frei von persönlichen Färbungen.

Aber die Persönlichkeit, die Zeuge dieser Erfahrung wird, ist nicht rein und frei. Schon bald taucht die lästige Tendenz des Denkens auf, sich der Erfahrung zu bemächtigen. Sie zur Bestätigung des Bedürfnisses „Jemand zu sein“ zu missbrauchen, um die Illusion der Existenz eines „Ich“ das separat vom Ganzen existiert zu bekräftigen. Das Denken versucht nichts weniger, als den Kern der Erfahrung in sein Gegenteil zu verkehren. Die Mittel, die das Denken dazu benutzt, sind Interpretationen, Schlussfolgerungen, Vergleiche, Projektionen in die Zukunft sowie Geschichten, die um die Erfahrung herum gewoben werden.

Deshalb ist es so wichtig, und wird in allen spirituellen Traditionen betont, nicht an Erfahrungen festzuhalten, sie in Frieden ziehen zu lassen. Es sind segensreiche Geschenke, kurze Rückversicherungen, dass eine absolute Wirklichkeit existiert. Darüber hinaus sollte man ihnen keinerlei Bedeutung beimessen. Es sind Phänomene, die im Laufe des Lebens auftauchen, einen kurzen Moment existieren und wieder verschwinden. Wie ein Regenbogen, an dem wir uns erfreuen, solange er am Himmel zu sehen ist. Wir denken nicht, wir selbst wären sein Urheber gewesen, und wenn er wieder verblasst, denken wir ebenso wenig, uns sei leider ein Fehler unterlaufen und er verschwände unseretwegen.

Bei spirituellen Erfahrungen geht es also überhaupt nicht um die Erfahrung, sondern um die ewige Wirklichkeit, in der alle Erfahrungen erscheinen. Und die Wirklichkeit ist tiefer als jede Erfahrung, wobei „tiefer“ nicht „weiter entfernt“ bedeutet.

Das erinnert mich an eine spirituelle Erfahrung, die so kraftvoll war, dass sie meine Sicht auf das Leben damals komplett neu definierte. Die Erfahrung endete damit, dass ich auf dem Boden saß und mich verwundert fragte: „Was um alles in der Welt habe ich da eben gerade erlebt? Was ist gerade bloß geschehen?“ Und als ich in mich hineinhorchte, kam die sehr klare Antwort: „Es ist nichts geschehen“.

Wie soll ich es bloß beschreiben? Dieses „Es ist nichts geschehen“ war das Wunderschönste, das ich in meinem Leben jemals empfunden habe.

Letztlich werden wir alle erfahren, dass nichts geschehen ist, aber das erläutere ich jetzt nicht näher, sondern überlasse es einfach denjenigen, die es auch ohne Worte verstehen.